Was ist Stressbewältigung?

Unter Stressbewältigung versteht man sowohl den Umgang mit Belastungen als auch mit ihren Auswirkungen. So vielfältig wie Stresssituationen sind, so vielfältig sind dabei auch die Möglichkeiten damit umzugehen.

Zum einen kann versucht werden, stressige Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Klassische Beispiele wären hier Problemlösestrategien oder Techniken des Zeit- oder Selbstmanagements (instrumentelle Stressbewältigung).

Man kann aber auch Einfluss auf die subjektive Bewertung von Stresssituationen nehmen, in dem man sich beispielsweise eigene stressverschärfende Einstellungen und Denkmuster bewusst macht und versucht diese durch förderliche Gedanken zu ersetzen (mentale Stressbewältigung). Einstellungen und Denkmuster haben sich dabei i. d. R. über Jahre entwickelt, weil sie sich in früheren Situationen als passend herausgestellt haben. Sie können allmählich verändert werden, allerdings braucht diese Veränderung Zeit.

Zusätzlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten sich zu entspannen und zu erholen. Regeneration ist nötig um die eigenen Kräfte langfristig zu erhalten (regenerative Stressbewältigung).

Welche Art und Weise bzw. welche Strategie "die Richtige" ist, kann dabei nicht pauschal gesagt werden. Hier kommt es auf die Situation und die Person an. Je nachdem sind unterschiedliche Strategien sinnvoll. Daher ist es wichtig möglichst viele Strategien im persönlichen Repertoire zu haben und diese flexibel einsetzen zu können. Daher haben Stressbewältigungskurse das Ziel, sich über die schon vorhandenen Strategien Gedanken zu machen, sie zu optimieren und um weitere zu erweitern und situationsangemessen anwenden zu können.