Was ist Stressbewältigung?

Unter Stressbewältigung versteht man den Umgang mit Stress. So vielfältig wie Stresssituationen sind, so vielfältig sind dabei auch die Möglichkeiten damit umzugehen.
Dabei gibt es drei Wege:

1. Anforderungen aktiv angehen

Und damit stressige Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen
Klassische Beispiele wären hier Problemlösestrategien oder Techniken des Zeit- oder Selbstmanagements (instrumentelle Stressbewältigung).

2. Förderliche Einstellungen entwickeln

Stressig wird etwas, wenn wir es für persönlich wichtig halten und nicht sicher sind, ob wir mit einer Situation umgehen können. Das sind aber subjektive Bewertungen. Diese können beeinflusst werden, in dem man sich beispielsweise eigene stressverschärfende Einstellungen und Denkmuster bewusst macht und versucht diese durch förderliche Gedanken zu ersetzen (mentale Stressbewältigung). Einstellungen und Denkmuster haben sich dabei i. d. R. über Jahre entwickelt, weil sie sich in früheren Situationen als passend herausgestellt haben. Sie können verändert werden, allerdings braucht diese Veränderung Zeit.

3. Erholen und entspannen

Zusätzlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten sich zu entspannen und zu erholen. Regeneration ist nötig um die eigenen Kräfte langfristig zu erhalten (regenerative Stressbewältigung).
Welcher Weg bzw. welche Strategie "die Richtige" ist, kann dabei nicht pauschal gesagt werden. Es gibt kein Patentrezept. Daher ist es wichtig möglichst viele Strategien im persönlichen Repertoire zu haben und diese flexibel einsetzen zu können.

In Stressbewältigungskursen sieht man sich daher an, welche hilfreichen Strategien man schon verwendet und erlernt und übt weitere, um den persönlichen Werkzeugkoffer zu erweitern und für jede Stresssituation das passende Werkzeug zu haben.